Energieberatung Marlene Diller Dipl.-Ing.(FH) für Wohngebäude Innenarchitektin
Energieberatung                                  Marlene Diller  Dipl.-Ing.(FH)für Wohngebäude                                Innenarchitektin

Energieausweis

Als Autofahrer kennt man den durchschnittlichen Benzinverbrauch seines Fahr­zeugs und beim Kauf eines Kühlschranks oder einer Waschmaschine achtet man auf die Effizienzklasse des Gerätes. Was die energetische Qualität von Gebäuden betrifft, fehlten bisher objektive Informationen.

Die Einführung des Energieausweises soll das ändern und mehr Transparenz für Mieter und Käufer auf den Immobilienmarkt bringen. Seit 1.Juli 2008 müssen Eigentümer von Wohngebäuden, die vor 1965 fertiggestellt wurden, beim Verkauf oder bei Neuvermietung einen Energieausweis vorlegen können. Für jüngere Wohngebäude und Nichtwohngebäude gilt diese Pflicht erst seit 2009. Bei Neubauten und wesentlichen Erweiterungen oder Veränderungen von Bestandsgebäuden muss der Energieausweis bereits seit der EnEV 2002/2004 erstellt werden.

Es gibt zwei Arten von Energieausweisen:

  • Verbrauchsausweis: Er wird auf Grundlage des erfassten Energiebedarfs der letzten 3 Jahre erstellt und kann preisgünstig angeboten werden. Da er aber nur den individuellen Energieverbrauch der Gebäudenutzer widerspiegelt, ist er für einen objektiven Vergleich verschiedener Gebäude nicht geeignet.
  • Bedarfsausweis: Er wird auf Grundlage des errechneten Energiebedarfs er­stellt. Dafür ist eine technische Analyse des Gebäudes erforderlich. Dieser Ausweis ist zwar aufwändiger zu erstellen als der Verbrauchsausweis, dafür aber auch wesentlich aussagekräftiger. Zudem ermöglicht er Vergleiche auf dem Immobilienmarkt, da die Bewertung vom Nutzerverhalten unabhängig ist.


Der Eigentümer kann zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis frei wählen, mit einer Ausnahme: für Gebäude mit weniger als 5 Wohnungen, die vor Inkrafttreten der Wärmeschutzverordnung von 1977 gebaut wurden und dieses Anforderungsniveau nicht erfüllen, sind nur Bedarfsausweise zulässig.

Energieausweise werden für das gesamte Gebäude – nicht für einzelne Wohnungen - erstellt und sind 10 Jahre gültig.

 


Das Wichtigste zusammengefasst:

  1. Energieauweise müssen bei Verkauf oder Neuvermietung vorgelegt werden können.
  2. Wahlfreiheit zwischen Verbrauchs- und Bedarfsausweis
    Ausnahme: für Wohnhäuser mit höchstens 4 Wohnungen, die vor 1977 errichtet wurden, sind nur Bedarfsausweis zulässig

 

Für die Erstellung von Energieausweisen gibt es keine staatliche Förderung. Dagegen fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) umfassende Energieberatungen für Gebäude. Auf Grundlage der Berechnungen für diese „Vor- Ort- Beratungen“ können dann zusätzlich relativ kostengünstig Bedarfsausweise erstellt werden

 


weitere Infos zu Energieausweisen: http//www.zukunft-haus.info 

 

 

 

Stand: 24.10.2018

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